Tren Gabor


Erster Auftritt: Teil 1: Initiation
Alter: 24
Herkunft: Bajor, Provinz Rakhanta

Leben:

Gabor wuchs als Sohn von Viehzüchtern im Süden der Rakhanta-Provinz auf. Er ist der älteste von drei Geschwistern und hat schon früh gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Mit seinem Bruder Garet, einem geborenen Gauner, der scheinbar immer auf die Füße fällt und mit dem Hintern an die Wand kommt, versteht er sich nicht sonderlich gut.
Seine fünf Jahre jüngere Schwester Elanu liebt Gabor hingegen abgöttisch und versucht sie, vor allem Übel zu beschützen. Das gelingt ihm jedoch nicht, als sein Vater untertauchen muss, weil er verdächtigt wird, Sprengstoff für den Widerstand beschafft und versteckt zu haben. Die Mutter wird daraufhin in ihrem eigenen Haus von Cardassianern zu Tode geprügelt – vor den Augen ihrer fünfjährigen Tochter.  Als Gabor nach Hause kommt, muss er mit ansehen, wie sich seine kleine Schwester weinend über die Leiche ihre Mutter beugt. Der Vater bleibt verschwunden.

Gabor und Garet wachsen in dieser schweren Zeit stärker zusammen, zumal sich Elanu seitdem in ihre eigenen Welt zurückzieht, die nächsten drei Jahre kein Wort spricht und sich beim Anblick von Fremden voller Panik im Keller versteckt.
Leider geht die brüderliche Einigkeit wieder in die Brüche, als Gabor sechs Jahre später herausfindet, dass es nicht sein Vater, sondern Garet war, der den Sprengstoff für die Rebellen beschafft hat, um sich ein paar Stücken Latinum zu verdienen. Er jagt seinen Bruder daraufhin vom Hof. Dem Widerstandskämpfer, der damals Garets Geschäftspartner war und durch den er zufällig die Wahrheit erfährt, bricht er in einem Wutanfall erst mal die Nase.
Trotzdem rettet ihn der Mann wenig später aus einer brenzligen Situation und hilft ihm sogar, mit Elanu ein neues Leben aufzubauen, als Gabors Bauernhof für einen cardassianischen Tagebau weggebaggert wird und alle Nutztiere durch den Austritt giftiger Gase sterben. Sein Name ist – wie man später erfährt – Brilar Branqo. Trotz ihres holprigen Starts werden Gabor und Branqo enge Freunde  und Branqo versucht immer wieder, Gabor für den Widerstand zu rekrutieren – aber Gabor schreckt davor zurück, seine Schwester allein zu lassen, die sich nur langsam von ihrem Trauma erholt. Erst als Elanu einen Mann findet, tritt Gabor der Widerstandszelle seines Freundes bei.
Wenige Monate später gerät die Truppe in einen Hinterhalt der Cardassianer, Branqo und Gabor sind die einzigen Überlebenden. Bevor das Kommando Freies Bajor von der Auslöschung der Zelle erfährt, gelingt es den beiden Männern, neue Leute zu rekrutieren. Branqo gibt sich die Schuld für den Tod seiner Kameraden und lehnt die Führungsrolle ab, die nun sozusagen an Gabor hängen bleibt. Die Zelle wird – unter dem Namen ihres neuen Anführers Gabor – formell neu gegründet.
Das Kommando Freies Bajor bildet ihn für Untercover- Operationen und Sabotage-Anschläge aus und schickt ihn unter anderem nach Terok Nor, wo er als Arbeiter in der Erzraffinerie die Produktion lahmlegen soll. Dabei trifft er seine große Liebe, Lairis Ilana, und gewinnt sie für den Widerstand. Eine gemeinsame Zukunft ist den beiden aber nicht vergönnt.

 

Persönlichkeit:

Gabor ist ein gutaussehender,  charismatischer junger Mann und gewinnt durch seine freundliche, unkomplizierte Art leicht Freunde. Das ist auch seine große Stärke als Anführer: Er bringt die Leute dazu, ihm zu folgen, einfach weil sie ihn mögen. So pflegt er einen lockeren, kameradschaftlichen Führungsstil in seiner Widerstandszelle – aber wenn es hart auf hart kommt, verlangt er seinen Leuten das Äußerste ab.
Er hasst alle Arten von Ungerechtigkeit, selbst die normale Ungerechtigkeit des Lebens. Daher kommt auch die latente Wut auf seinen Bruder, der sich seiner Meinung nach durchs Leben schummelt, während sich Gabor jeden Erfolg hart erarbeiten musste. Unter seiner jungenhaften Fassade brodeln daher allerhand Aggressionen, was vor allem die Cardassianer zu spüren bekommen. Manchmal aber auch seine Kampfgefährten, wenn sie versuchen, ihm auf der Nase herumzutanzen.
Sinnloses Blutvergießen lehnt er jedoch ab – Gewalt ist für ihn ein notwendiges Übel, das er einsetzen muss, um seine Heimat zu befreien.
Mit seinem Beschützerinstinkt schießt er zuweilen etwas über das Ziel hinaus – besonders Ilana gegenüber, die er nach sechs Monaten beim Widerstand immer noch nicht in den Kampf schicken will.

 

Fähigkeiten:

Gabor ist ein überdurchschnittlich kluger Stratege und Taktiker mit einem umfassenden Wissen über Waffen aller Art. Sein handwerkliches Geschick macht ihn außerdem zum begnadeten Bastler und Improvisationskünstler.
Er ist außerdem der geborene Anführer,  der seine Leute auch in scheinbar aussichtlosen Situationen erfolgreich motiviert und bei der Stange hält, indem er dafür sorgt, dass sie nie den Glauben an sich selbst verlieren.
Er wurde vom Kommando Freies Bajor speziell für verdeckte Operationen ausgebildet.

 

Trivia:

Gabor möchte nie wieder als Viehzüchter arbeiten, weil er es als Verrat empfindet, Tiere zu schlachten, die er eben noch gefüttert und gestreichelt hat (Ep. 03: „Farben der Gewalt“)

 

Sprüche:

„Unser Problem ist nicht, dass es zu wenig fähige Leute auf Bajor gibt, sondern dass viele von ihnen keine Ahnung haben, was tatsächlich in ihnen steckt.“ (Ep. 01: „Initiation“)

„Wer weiß – vielleicht hat sich Li Nalas auch dämlich angestellt, als er das Bataillon von Gul Mevek aus dem Kendra-Tal vertrieben hat … Aber welchen Poluka interessiert das später noch?“ (Ep. 01: „Initiation“)

„Jeder, der in so einer Lage steckt wie Nira oder Yarath oder ich, kommt irgendwann an den Punkt, wo ihm sein eigenes Leben scheißegal ist. Ich finde es viel mutiger, zu kämpfen, obwohl man noch etwas zu verlieren hat.“ (Ep.02: „Von Liebe und Krieg“)

„Hör mal, ich bin der Kommandant! Wenn hier einer das Recht hat, Leute zu skalpieren, dann ich!“ (Ep. 03: „Farben der Gewalt.“)

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