Episode 07: Feindesland

Defender07 Die U.S.S. DEFENDER wurde zu einer dreimonatigen Scout-Mission in den Gamma-Quadranten abkommandiert und beobachtet – getarnt – die Truppenbewegungen des Dominion.
Auf Empfehlung des Wissenschaftsrates der Föderation befindet sich zudem eine Abordnung von Wissenschaftlern an Bord, die diese einmalige Gelegenheit zur Forschung nicht verstreichen lassen soll.

Doch nach zwei Monaten Dauergebrauch versagt die Tarnvorrichtung ihren Dienst. Es treten lebensbedrohliche technische Störungen auf, einige Crewmitglieder werden schwer verletzt, die DEFENDER verliert ihren Warpantrieb.
Captain Lairis und ihre Offiziere greifen zu verzweifelten Maßnahmen, um einerseits das Schiff zu retten und sich andererseits vor einer herannahenden Dominion-Patrouille zu verstecken.

Da entdeckt die caitianische Wissenschaftsoffizierin M’Rass einen geheimnisvollen Nebel, der als ideales Verseck für die angeschlagene DEFENDER dienen könnte. Im Inneren des Nebels stößt die Crew auf ein binäres Sternensystem mit vier Planeten und findet auf dem dritten Planeten ein zweihundert Jahre altes Schiffswrack. Die Entdeckung gibt Rätsel auf – und der vierte Planet hüllt sich in eine undurchdringliche Wolkendecke, die keinerlei Scans zulässt.
Verbirgt sich darunter eine Zivilisation? Handelt es sich um die Erbauer des abgestürztes Spaceshuttles auf dem Nachbarplaneten? Und welche Rolle spielt das Dominion in diesem bizarren Puzzle?

Um eine Antwort auf all diese Fragen zu finden, begeben sich zwei Außenteams der DEFENDER in Lebensgefahr …

Textproben:

Captain Lairis hatte sich eben hinter ihrem Schreibtisch niedergelassen, als das Türsignal ertönte. „Herein“, befahl sie.
Lieutenant van de Kamp sah ziemlich übermüdet aus, wie sie besorgt feststellte.
„Setzen Sie sich“, forderte sie etwas sanfter. „Sie sehen aus, als könnten Sie einen Kaffee vertragen.“ Nach Marcs Nicken trat sie an den Replikator und kam kurz darauf mit zwei dampfenden Tassen zurück.
„Danke. Wenn ich nicht im Dienst wäre, würde ich sagen: Ein Whisky wäre auch nicht übel.“ Marc lächelte schwach.
Lairis hob die Augenbrauen. „Das klingt ernst!“
Van de Kamp atmete tief durch. „Wie Sie wissen, gibt es sechs Interphasen-Emitter, die über das Schiff verteilt und direkt mit dem Hauptcomputer sowie allen primären und sekundären Energiequellen gekoppelt sind. Sollte ein Emitter ausfallen, wird das durch die anderen ausgleichen, weil der Computer sofort reagiert …“
Lairis nickte. Deshalb war es laut Admiral Ross so schwierig, die Tarnvorrichtung auszubauen. Schwierig, aber nicht gänzlich unmöglich – denn nach einem kontrolliert herbei geführten totalen Energieausfall dürfte dieses Problem nicht mehr bestehen. Doch angesichts der großen Risiken beim Re-Start des Materie-Antimaterie-Reaktors entschied sich die Sternenflotte dagegen. Sicher spielten auch pragmatische Überlegungen seitens der Admiralität eine Rolle, aber das war jetzt nicht das Thema …
„Was ist, wenn mehrere Emitter gleichzeitig versagen?“, fragte Lairis und machte sich innerlich auf eine Antwort gefasst, die ihr überhaupt nicht gefiel.
„Könnte das ganze Schiff in Mitleidenschaft gezogen werden“, antwortete Marc düster.
„Inwiefern?“, hakte Lairis nach. Es kribbelte unangenehm unter ihrer Haut.
„Weil unter Umständen die Kalibrierung der einzelnen Emitter und die Kommunikation zwischen ihnen nicht mehr funktioniert.“ Der Chefingenieur bemühte sich um einen festen Blick. „Das kann in schlimmster Konsequenz dazu führen, dass kein stabiles Tarnfeld aufgebaut wird und Teile des Schiffes sekundenweise in eine andere Phase geschoben werden, als der Rest.“
„Was?“, rief Lairis alarmiert. „Und das erzählen Sie mir JETZT? Eine Phasendifferenz könnte den Ausfall wichtiger Systeme bedeuten, Dekompression in kritischen Bereichen … es könnte den Tod von Crewmitgliedern bedeuten!“
„Ich weiß“, seufzte Marc. „Bis eben bin ich davon ausgegangen, wir kriegen das Problem in den Griff. Verschlissene Einzelteile konnten wir replizieren und austauschen …“
„Sie sind nicht mit Ihrer Yacht auf den Weg nach Risa! Es geht hier nicht um irgendeine unbe-deutende Panne!“, fuhr ihn Lairis an. „Wir fliegen inkognito durch Feindesland und jeder Fehler könnte dazu führen, dass wir auf die eine oder andere fiese Art zu Tode kommen! Wenn es technische Probleme gibt, will ich davon wissen – und zwar GLEICH.“
Lieutenant van de Kamp war ein hervorragender Ingenieur, aber seine Neigung zur Eigenbrötelei verursachte nicht zum ersten Mal Probleme.
„Ja, Captain“, erwiderte er reumütig. „Ich hatte zwar gestern schon erwähnt, dass die Tarnvorrichtung spinnt, aber …“
„Ich war nicht informiert, wie ernst die Lage wirklich ist!“ Lairis sah ihn scharf an.
Marc atmete tief durch. „Unser Dilithium wird langsam knapp, das Oberkommando hat wohl unterschätzt, was für ein arger Energiefresser diese Tarnvorrichtung ist. Zwei Wochen machen die Systeme das noch mit – maximal! Vielleicht auch nur eine, denn dass die Tarnvorrichtung nicht auf Ihrem Display erschienen ist, könnte bedeuten, dass die Verbindung zum Hauptcompu-ter kurzzeitig getrennt wurde.“
„Weil ein ODN-Relais sekundenlang aus der Phase geschoben war?“ Lairis schauderte.
„Zum Beispiel.“
„Sie meinen tatsächlich, die Phasenverschiebung betrifft so winzige Einzelteile?“
„Sie kann einzelne Moleküle betreffen – oder auch ganze Schiffsektoren.“
„Die Vorstellung, dass einzelne Moleküle von mir in eine andere Phase geschoben werden, als der Rest meines Körpers, gefällt mir gar nicht!“
„Dann sollten Sie nicht beamen.“ Marc grinste schief.
„Dass es ganze Schiffssektoren trifft, gefällt mir natürlich noch weniger“, entgegnete Lairis trocken.
„Ich denke zwar nicht, dass Sie das beruhigt – aber dieses … Phänomen wirkt sich zuerst auf jene Computersysteme aus, die unmittelbar mit den Interphasen-Emittern verknüpft sind: Ein Energierelais hier, ein paar Speicherchips dort … Was sich am Anfang nur in ein paar lästigen technischen Fehlfunktionen zeigt, wird irgendwann lebensgefährlich, wenn die Hauptsysteme verrückt spielen.“
„Was schlagen Sie vor?“, erwiderte der Captain resigniert.
„Ich denke zwar, wir haben noch drei-vier Tage Gnadenfrist, bis wir richtig Stress bekommen – aber auf der sicheren Seite sind wir nicht! Falls zum Beispiel die Steuerung des Materie-Antimaterie-Eindämmungsfeldes im Warpkern angegriffen wird …“
„Brauchen wir uns um einzelne Moleküle, die aus der Phase geschoben werden, keine Gedanken mehr zu machen“, ergänzte die Bajoranerin düster.
„So sieht’s aus“, stimmte Marc zu. „Ich schlage vor, die Tarnvorrichtung abzuschalten.“
„Keine gute Idee – wir befinden uns in Sensorenreichweite einer Dominion-Patrouille!“
„Dann stehen wir also vor der Wahl, von denen vaporisiert zu werden oder selbst dafür zu sorgen, dass es Puff macht.“ Marc verzog das Gesicht.
„Wie groß wäre denn die Wahrscheinlichkeit, dass es ‚Puff‘ macht?“, wollte Lairis wissen.
„Nach der letzten Simulation 1:255, zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Tendenz steigend.“
„Da wäre die Chance, vom Dominion ausradiert zu werden, eindeutig größer.“ Lairis blickte ihren Chefingenieur ernst an. „Aber bevor das passiert, würden sie versuchen, das Schiff zu entern und die Crew gefangen zu nehmen, um beides genüsslich zu sezieren.“
„Sie ziehen also einen sauberen Warpkernbruch vor?“
„Sie kennen mich zu gut.“
Marc runzelte die Stirn. „Meinen Sie nicht, unsere Überlebenschancen wären größer, wenn wir roten Alarm geben, die Tarnung abschalten und irgendwie versuchen, der Dominion-Flotte zu entkommen? Falls sie uns verfolgen, kämpfen wir. Für den alleräußersten Notfall gibt es ja noch die Selbstzerstörung.“
„Das Dominion darf auf keinen Fall mitbekommen, wie wir uns enttarnen! Genau genommen dürfen sie gar nicht mitbekommen, dass wir überhaupt hier sind“, gab Lairis zu bedenken. „Können wir nicht versuchen, mit Warp aus dem Scannerbereich der Patrouille zu entkommen, ohne die Tarnung aufzugeben?“
Van de Kamp wog zweifelnd den Kopf hin und her. „Von einem Warpsprung würde ich drin-gend abraten, solange die Tarnvorrichtung aktiv ist. Die instabilen Emitter sind ja unmittelbar mit dem Materie-Antimaterie-Reaktor gekoppelt …“
„Ich weiß“, unterbrach ihn die Kommandantin ungeduldig. „Wie lange brauchen wir mit Impuls bis zum nächsten Sternensystem?“
„Sie meinen, bis A-3452?“, hakte Marc mit säuerlicher Miene nach. „Knapp zwei Tage.“
Lairis‘ Miene machte deutlich, dass ihr diese Aussicht ebenso wenig gefiel. Das Sonnensystem A-3452 war unbewohnt und es gab einen Klasse-J-Gasriesen mit hoher Konzentration von Kohlenstoff in der Atmosphäre. Dort sollte die Defender im Orbit parken, bei Gefahr notfalls ab-tauchen und in der Zwischenzeit versuchen, die Emitter zu stabilisieren.
„Ich fürchte nur, wenn wir zu tief ‚tauchen‘, wird das Schiff durch den Atmosphärendruck zerquetscht wie in einer Müllpresse“, meinte der Ingenieur besorgt. „Die Defiant hat so ein Abenteuer gerade hinter sich, danach war sie beinahe Schrott. Und die Defender ist JETZT schon fast Schrott!“
„Keine Sorge, Marc, ich habe nicht vor, auf der Oberfläche nach Schätzen zu buddeln“, gab Lairis zurück.
Gleich nach Lieutenant van de Kamps Andeutung, dass die Tarnvorrichtung unzuverlässig lief, hatte der Captain eine Krisensitzung mit allen Wissenschaftlern, leitenden Sicherheitsoffizieren und Ingenieuren einberufen. A-3452 hieß der Plan B, der dabei herausgekommen war. Lairis wäre dankbar für einen weniger gefährlichen Plan C oder D, aber den gab es leider nicht.
„Falls dieser Gasriese überhaupt eine Oberfläche hat, könnten Sie bei Ihrer Schatzsuche sogar Glück haben: der Druck in den tieferen Schichten ist so groß, dass die Kohlenstoff-Partikel der Atmosphäre als Diamanten vom Himmel regnen“, dozierte Marc.
„Sieht bestimmt hübsch aus – aber wie Sie schon sagten: wenn wir uns nicht aus dem Gravi-tationsfeld des Gasriesen befreien können, regnen wir selbst als Diamanten auf die Oberfläche.“ Die Bajoranerin verzog das Gesicht. „Ich mag die Dinger nur als Schmuck – nicht als Crew. Allerdings bräuchten wir nicht tief in die Atmosphäre vorzudringen, also bleibt das Risiko über-schaubar. Laut M’Rass ist die Ionenkonzentration in der oberste Schicht der Thermosphäre schon so hoch, dass die Sensorreichweite dort höchstens fünfzig Kilometer beträgt.“
„Mag sein, aber …“ Marc schluckte. „Überstrapazierte Plasmarelais, instabile Computerverbin-dungen und ein Schwitzbad in einer Gasriesen-Atmosphäre … kein Vorschlag für einen gemütlichen Freitagabend.“
„Also lieber eine Grillparty, bei der wir gegrillt werden und das Dominion feiert?“, hielt Lairis dagegen.
„Ich dachte, die Pest und die Cholera wären ausgerottet“, seufzte Marc.

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Nach wenigen Metern gelangten die Männer an eine Luke. Jerad suchte nach einem Öffnungsmechanismus, fand einen armlangen Hebel und zog mit aller Kraft daran. Knarrend und ächzend bewegte sich das Schott seitwärts, aber nur wenige Zentimeter.
„Fassen Sie mal mit an“, schnaufte der Trill.
„Klar doch!“ Rodrigo kam sofort zu Hilfe und mit vereinten Kräften gelang es, die schwere runde Metalltür weit genug zur Seite zu rollen, dass selbst der untersetzte Rodrigo durch den Spalt passte.
Modrige, abgestandene Luft empfing die beiden Männer. Doch wenigstens konnten sie in dem kreisrunden Raum, der hinter dem Schott lag, bequem aufrecht stehen.
Cordero sah sich mit großen Augen um. Er entdeckte fast cardassianisch anmutende, ovale Monitore, die in die Wände eingelassen waren, Konsolen mit fremdartigen Schriftzeichen, Oberflächen in Schwarz und Chrom, matt und abgeschliffen vom Sand und von der Zeit.
Eine durchsichtige, wenn auch trübe Frontscheibe gab den Blick auf die Außenwelt frei.
„Eine Art Kontrollraum“, meinte Cordero.
„Oder das Cockpit“, gab Jerad zurück.
„Soll ich das Heck suchen?“, fragte Rodrigo.
Jerad überlegte einen Moment und nickte. „Gute Idee.“
Er näherte sich einem kleinen runden Separee, wo er die Steuerzentrale vermutete. Der Pilotensitz lag unter einer Art Glasglocke, ein offener Durchgang führte ins Innere. Bis zur Höhe sei-ner Brust war die Trennwand schwarz, daher entdeckte Jerad nicht gleich die knochige Hand, die sich in der Lehne des Pilotensitzes verkrallt hatte.
Knochig, in der Tat … Der Lichtkegel von Jerads Taschenlampe erhellte eine Skeletthand mit vier Fingern, etwas länger als die Finger einer menschlichen Hand. Neugierig und ein bisschen von Ehrfurcht erfüllt kam der Trill näher. Wer immer in diesem Sessel saß, hatte sich mit primitivsten Mitteln ins All gewagt, ein Pionier und Entdecker aus alten Legenden. Er oder sie hatte für den Traum einer Spezies alles riskiert – und war dafür gestorben.
Jener Teil von Commander Kayn, der Thoras war, erinnerte sich an den Start des ersten Warp-Schiffes auf Trill. Hundertausende von Leuten drängten sich vor dem Raumhafen, jubelnd, fiebernd, bunte Flaggen schwenkend … vom ersten Sonnenstrahl bis zur Dämmerung. Kleine Kinder schickten Seifenblasen in den Himmel, eine Kapelle spielte fröhliche Marschmusik, hin und wieder unterbrochen von pathetischen Reden oder dem Newsticker. Technische Probleme verzögerten den Start, ein elektrischen Knistern erfüllte die Luft, die Aufregung war nahezu greifbar … Bis sich endlich eine brennende Schneise senkrecht durch den lilafarbenen Abendhimmel zog und die Rakete, welche die Feuerspur hinterließ, immer kleiner und kleiner wurde. Seit diesem Augenblick war Trill eine Warp-Zivilisation. Ein frenetischer Jubel brach los, die Masse kreischte und tobte …
Aber dann heulte ein Sandsturm auf und übertönte den fröhlichen Lärm, riss Jerad Kayn aus jenem denkwürdigen Tag eines früheren Lebens und brachte ihn zurück in die Totenstille der Gegenwart.
Er blickte nicht länger in die leuchtenden Augen von Kindern, die eine startende Rakete bestaunten, sondern in die leeren Augenhöhlen eines humanoiden Totenschädels.
Der Mund stand weit offen, die Knochenfinger bohrten sich in beide Sessellehnen, die Wirbelsäule war verräterisch durchgebogen.
Auf dem Nachbarsitz fand Jerad ein weiteres Skelett, das ebenfalls in einem Augenblick des Schreckens erstarrt schien.
Der Trill schluckte und zwang sich, seinen Tricorder zu ziehen. Die Vermessung der beiden Skelette ergab, dass es sich – höchstwahrscheinlich – um eine männliche und eine weibliche Leiche handelte. Beide waren knapp zwei Meter groß, besaßen humanoide Proportionen, jeweils vier Zehen und vier Finger an jeder Hand und jedem Fuß. Der Todeszeitpunkt lag 198 Jahre zurück.
Nachdenklich betrachtete Jerad die beiden Toten. Durch die staubige Frontscheibe sickerte fahles Licht und tauchte die Szene in Sepia. Wie ein vergilbtes, altes Foto.
Die beiden waren offensichtlich Pioniere der Raumfahrt und verdienen etwas Besseres, als in dieser Einöde zu verrotten, dachte der Trill. Er würde Captain Lairis bitten, die zwei Skelette zu-sammen mit dem Wrack zur Untersuchung auf die DEFENDER zu beamen und sie anschlißend in Ehren zu bestatten.
Unwillkürlich fragte sich Commander Kayn, warum ihr eigenes Volk das nicht längst getan hatte. Verunglückte Raumfahrer bekamen normalerweise ein Heldenbegräbnis – oder irgendeine andere Form von Zeremonie, je nach dem, welche Form des Totenkults bei dieser Spezies üblich war. Kein zivilisiertes Volk vergaß seine Toten in der Wüste und überließ sie dem Wind und den Aasfressern. Selbst wenn die Angehörigen der beiden Raumfahrer nach dem Absturz nicht die Möglichkeit besessen hatten …
Jerad war so tief in Gedanken versunken, dass er Rodrigos Ankunft nicht bemerkte.
Der Brasilianer bekam große Augen, als er die beiden Skelette sah. „Was immer die zwei Kameraden als Letztes gesehen haben – etwas Schönes war es sicher nicht“, meinte er.
Der Trill nickte. „Ich habe überlegt, dass wir ihnen ein würdiges Begräbnis gönnen sollten.“
„Captain Lairis hat sicher nichts dagegen“, bemerkte Cordero.
Dann überspielte er dem ranghöheren Offizier seine Tricorderdaten. „Also, ich habe das Heck gefunden“, berichtete er. „Es liegt auf einem Plateau dieses komischen Felsens.“
„Wie groß ist es?“
„Drei Meter zwanzig lang und zwei Meter breit.“
„Dann können wir es ins Shuttle beamen“, entschied der Commander. „Das vordere Teil lassen wir hier, wir nehmen nur den Flugschreiber und die beiden Kameraden mit.“
„Aye.“
Cordero blickte den Trill eindringlich aus seinen schwarzen Augen an, so dass Kayn unwillkür-lich fragte: „Haben Sie sonst noch was Interessantes rausgefunden, Chief?“
„Allerdings“, gab der Brasilianer zurück. „Dieses Spaceshuttle hatte nicht einfach nur einen Unfall und ist auf den Planeten gekracht – es wurde abgeschossen.“
„Abgeschossen?“ Jerad runzelte die Stirn. „Von wem?“
„Kann ich noch nicht definitiv sagen. Dazu müssten wir das Zeug auf die Defender schaffen.“ Rodrigo legte eine bedeutungsschwangere Pause ein, während draußen der Sturm heulte. „Aber eines kann ich jetzt schon sagen: Die Energiesignatur hatte verdammte Ähnlichkeit mit Dominion-Waffen!“

(C) 2013/14 by Adriana Wipperling

 

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