{"id":591,"date":"2011-11-05T19:11:34","date_gmt":"2011-11-05T19:11:34","guid":{"rendered":"http:\/\/st-defender.de\/?p=591"},"modified":"2013-09-12T19:36:44","modified_gmt":"2013-09-12T19:36:44","slug":"591","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/st-defender.de\/?p=591","title":{"rendered":"Episode 06: Konsequenzen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/st-defender.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/defender06.jpg\" rel=\"lightbox[591]\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1000\" alt=\"defender06\" src=\"http:\/\/st-defender.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/defender06-208x300.jpg\" width=\"208\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/st-defender.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/defender06-208x300.jpg 208w, http:\/\/st-defender.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/defender06-710x1024.jpg 710w, http:\/\/st-defender.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/defender06-241x348.jpg 241w, http:\/\/st-defender.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/defender06-688x992.jpg 688w, http:\/\/st-defender.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/defender06.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 208px) 100vw, 208px\" \/><\/a>\u00a0Die Situation erscheint aussichtslos, als Commander Jerad Kayn auf die cardassianischen Subraumminen starrt, die die USS DEFENDER umkreisen. Aus der Phase geschoben und offiziell tot, darf er seine Tarnung um keinen Preis aufgeben \u2013 obwohl er wei\u00df, dass die t\u00f6dlichen Minen den gegnerischen Klingonenkreuzer bedrohen, auf dem Captain Lairis gefangen ist.<\/p>\n<p>Nun muss die Kommandantin der DEFENDER die Klingonen davon \u00fcberzeugen, dass sie allesamt Opfer einer raffinierten cardassianischen Verschw\u00f6rung wurden. Ihr \u00dcberleben h\u00e4ngt von einer Kunst ab, die sie bisher zu ihren Schw\u00e4chen z\u00e4hlte: Diplo-matie.<br \/>\nKann Lairis einen Krieg verhindern, der zu diesem Zeitpunkt unausweichlich erscheint?<\/p>\n<p>W\u00e4hrenddessen gelingt der cardassinischen \u00dcberl\u00e4uferin Belora Karthal mit Jerads Hilfe die R\u00fcckkehr in ihre Heimat.<br \/>\nDort wird sie von ihrem eigenen Sohn an die Terrorgruppe \u201eWahrer Weg\u201c ausgeliefern \u2013 und findet sich in einem bizarren Alptraum wieder.<\/p>\n<p>Das Einzige, was Karthal, Jerad und Lairis retten kann, sind ungew\u00f6hnliche L\u00f6sungen und ebenso ungew\u00f6hnliche Verb\u00fcndete.<br \/>\nDoch die Konsequenzen ihrer Entscheidungen drohen bereits das Leben aller Beteiligten auf den Kopf zu stellen \u2026<\/p>\n<p class=\"left\"><a href=\"http:\/\/st-defender.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/STD_episode06.pdf\" target=\"_blank\">Download<\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Kapitel 2: Im Vorhof zur H\u00f6lle<\/strong><\/p>\n<p>Ein Datenpadd lag auf dem Schreibtisch vor Belora Karthal. Ihre m\u00fcden Augen \u00fcberflogen den Text, sprangen fahrig zwischen den Zeilen hin und her, lie\u00dfen Buchstaben verschwimmen, W\u00f6rter verschwinden und an v\u00f6llig unpassenden Stellen wieder auftauchen.<br \/>\nBis auf zwei winzige Pausen, in denen man sie freundlicher Weise auf die Toilette gelassen hatte, war sie fast achtzehn Stunden ununterbrochen verh\u00f6rt worden. Seit zwei Tagen hatte sie nicht geschlafen. Inzwischen konnte sie sich weder an die Fragen, noch an die wechselnden Gesichter der Offiziere erinnern, die auf dem Stuhl ihr gegen\u00fcber gesessen hatten.<br \/>\nDie Schreibtischlampe war wie ein Scheinwerfer auf Karthal gerichtet, grell und gnadenlos. Mit dem Licht kamen die Erinnerungen zur\u00fcck, die immer wieder im bleigrauen Sumpf der M\u00fcdigkeit zu versinken drohten: Die hasserf\u00fcllte Miene ihres Sohnes Turo, als er sie beschuldigt hatte, eine Verr\u00e4terin an der Sache Cardassias zu sein. Zwei M\u00e4nner, die sich pl\u00f6tzlich in ihrem Haus materialisierten und sowohl sie als auch ihren Mann verschleppten. Der Ort-zu-Ort-Transporter, den sie dabei verwendet hatten, musste mit einem Ger\u00e4t gekoppelt worden sein, das sie unmit-telbar vor oder nach dem Beamvorgang bet\u00e4ubt hatte.<br \/>\nEin neues Gef\u00fchl kroch in ihr hoch, verdr\u00e4ngte ihre unterschwellig rumorende Angst und das Bed\u00fcrfnis nach Schlaf. Es war nicht mehr und nicht weniger als blanke, kalte Wut: nicht auf die W\u00e4rter, die sie nicht schlafen lie\u00dfen, nicht auf die Terroristen, die sie entf\u00fchrt hatten, sondern auf Turo. Dieser elende kleine Mistkerl wird eines Tages bitter bereuen, dass er seine eigene Mutter verraten hat! dachte Belora. Falls ich dieses Loch jemals lebend verlassen sollte, werde ich ihm als erstes eine gesalzene Tracht Pr\u00fcgel verpassen \u2013 und danach wird er auf allen Vieren laufen, bis er drei\u00dfig ist! Doch diese Idee verwarf sie beinahe so schnell, wie sie ihr gekommen war. Nein, Pr\u00fcgel waren nun wirklich unter ihrem Niveau. Wie fast alle Cardassianer liebte sie kreative, ausgekl\u00fcgelte L\u00f6sungen und war vollkommen \u00fcberzeugt, dass ihr mit der Zeit etwas Angemessenes einfallen w\u00fcrde, um Turo zu bestrafen.<br \/>\n\u201eUnd, sind Sie nun bereit, ihr Gest\u00e4ndnis zu unterschreiben, Glinn Karthal?\u201c, unterbrach eine sonore M\u00e4nnerstimme ihre Rachefantasien.<br \/>\nKarthal blickte auf, was sie einige Anstrengung kostete. \u201eDa Cardassia jetzt eine Zivilregierung hat und mehr oder weniger erfolgreiche Versuche in Demokratie unternimmt \u2026\u201c Sie g\u00e4hnte laut. \u201e\u2026 hatte ich gehofft, dass ich mein Gest\u00e4ndnis selbst formulieren k\u00f6nnte.\u201c<br \/>\nDer Vernehmungsbeamte lachte sp\u00f6ttisch. \u201eIch kann Ihnen versichern, dieser unr\u00fchmlichen Periode der Zivilherrschaft haben wir ein Ende bereitet \u2013 und zwar ein Ende, das diese ver-weichlichte Bande von F\u00f6derationslakaien niemals vergessen wird!\u201c<br \/>\nUnter anderen Umst\u00e4nden w\u00e4re Karthal bei diesen Worten hellh\u00f6rig geworden und h\u00e4tte da-nach gelechzt, mehr zu erfahren.<br \/>\nDoch angesichts ihrer k\u00f6rperlichen Verfassung blinzelte sie nur tr\u00e4ge.<br \/>\n\u201eIneffiziente Verh\u00f6rmethoden und Nachsicht mit Verbrechern wird es auf Cardassia nie wieder geben\u201c, f\u00fcgte der Beamte mit scharfer Stimme hinzu. \u201eWir haben dieses Gest\u00e4ndnis anhand Ihrer Aussagen zusammenstellt. Und &#8230;\u201c Ganz unvermittelt fiel er in einen sanften, jovialen Ton-fall. \u201e&#8230; ich bin sicher, Sie m\u00f6chten sich zu gern den Aufwand ersparen, irgendetwas selbst zu formulieren.\u201c<br \/>\nKarthal musste widerwillig zugeben, dass der Mann recht hatte. In ihrem Zustand war sie froh, wenn sie auch nur einen halbwegs vern\u00fcnftigen Satz heraus bekam. Sie nahm ihre gesamte Konzentration zusammen und las den Text noch einmal. W\u00f6rter wie \u201euncardassianische Geis-teshaltung\u201c, \u201eKollaboration mit der Sternenflotte\u201c, \u201eDesertation\u201c und \u201ehochgradig kontaminiert\u201c sprangen ihr ins Auge.<br \/>\n\u201eMoment mal!\u201c, protestierte sie und wunderte sich, woher sie die Energie daf\u00fcr nahm. \u201eIch &#8230; ich habe keine uncardassianische Geisteshaltung! Und einen Kollaborateurin bin ich auch nicht! Die haben mich gefangen gehalten! Ich bin geflohen, sobald sich die Gelegenheit ergab, habe fast ein Dutzend von Ihnen niedergeschossen \u2026 Fragen Sie das Sternenflottenkommando \u2013 die best\u00e4tigen Ihnen alles!\u201c<br \/>\n\u201eIch frage aber nicht die Sternenflotte\u201c, erwiderte der Vernehmungsbeamte schneidend. Dann pl\u00f6tzlich wieder verst\u00e4ndnisvoll und eindringlich: \u201eWir kennen Ihre Akte und wissen, dass Sie ein guter Offizier waren \u2026 sind. Sie haben dem cardassianischen Milit\u00e4r mit Ihren F\u00e4higkeiten wert-volle Dienste geleistet, und wir m\u00f6chten Sie ungern aufgeben, trotz dieses &#8230; kleinen Ausrut-schers. Also verbauen Sie sich nicht Ihre letzte Chance auf Rehabilitation!\u201c<br \/>\n\u201eIch habe doch gar nichts getan\u201c, widersprach Belora m\u00fcde.<br \/>\n\u201eSie haben eine Vulkanierin freiwillig an Ihren Geist gelassen und damit riskiert, dass diese Frau an hochsensible milit\u00e4rische Informationen gelangt \u2013 das nennen Sie NICHTS?\u201c, br\u00fcllte der Offizier.<br \/>\nVerdammt, woher wei\u00df er das?, fragte sich Karthal. In ihrem Magen rumorte mehr als nur der Hunger. Woher wusste dieser Kerl \u00fcber ihre Gedankenverschmelzung mit T\u2019Liza Bescheid? Hatte er die Informationen \u00fcber sieben Umwege von der Sternenflotte bekommen? Oder hatte sie selbst sich w\u00e4hrend des Verh\u00f6rs verplappert? War sie unter Drogen gesetzt worden? M\u00f6glich w\u00e4re es, aber sie konnte sich an nichts erinnern, und das beunruhigte sie.<br \/>\n\u201eSir, das war der einzige Weg, um mich aus der Gefangenschaft der Sternenflotte zu befreien. Ein T\u00e4uschungsman\u00f6ver!\u201c, beteuerte sie.<br \/>\n\u201eAus der Gefangenschaft der Sternenflotte \u2013 so, so \u2026\u201c Der Vernehmungsbeamte blickte sie durchdringend an. \u201eIhren eigenen Aussagen zufolge wurden Sie in einem komfortablen Kadet-tenquartier interniert, weder gefesselt noch unter Drogen gesetzt, die Anzahl der Wachen be-schr\u00e4nkte sich auf ZWEI \u2026 M\u00f6chten Sie immer noch behaupten, dass eine Cardassianerin mit Ihrer Ausbildung und Ihrer Intelligenz in all der Zeit keinen anderen Fluchtweg gefunden h\u00e4tte?\u201c<br \/>\n\u201eSie \u00fcbersch\u00e4tzen mich wohl.\u201c<br \/>\n\u201eBel\u00fcgen Sie Ihre tote Mutter \u2013 aber nicht mich!\u201c Der Offizier warf mit theatralischer Geste sei-nen Stuhl um, es polterte laut und Karthal zuckte zusammen.<br \/>\n\u201eIch habe die Frau erschossen \u2013 z\u00e4hlt das denn gar nicht?\u201c<br \/>\n\u201eSie haben sie nicht erschossen, sondern bet\u00e4ubt. Genau wie das \u00fcbrige Gesindel.\u201c<br \/>\n\u201eSternenflottenphaser sind standardgem\u00e4\u00df auf Bet\u00e4ubung eingestellt. Ich hatte keine Zeit, die Einstellung zu \u00e4ndern.\u201c Der erste Teil war die Wahrheit, der zweite eine L\u00fcge.<br \/>\n\u201eAha, und woher wussten Sie, wie die Standardeinstellung von Waffen der Sternenflotte aus-sieht?\u201c Die Augen des Mannes verengten sich.<br \/>\n\u201eAus den Grenzkriegen.\u201c<br \/>\n\u201eSie waren nie in den Grenzkriegen.\u201c<br \/>\n\u201eAber mein Mann.\u201c<br \/>\n\u201eInteressant. Wenn Sie wissen, dass Sternenflottenwaffen auf Bet\u00e4ubung eingestellt sind und keine Zeit hatten, die Einstellung zu \u00e4ndern \u2013 weshalb behaupten Sie dann, Sie h\u00e4tten sie Vul-kanierin erschossen?\u201c<br \/>\n\u201eDas mit der Bet\u00e4ubung ist mir erst wieder eingefallen, als Sie es erw\u00e4hnt haben.\u201c<br \/>\nDer Mann be\u00e4ugte sie weiterhin misstrauisch.<br \/>\nIn Karthals \u00fcberm\u00fcdetes Hirn sickerte die Erkenntnis, dass er ihr eine Fangfrage stellen wollte. Ihre Peiniger befragten sie so lange ununterbrochen, bis sie anfing, sich in Widerspr\u00fcche zu vers-ticken. Danach begann das \u201eharte Verh\u00f6r\u201c, vor dem Karthal sich seit ihrer Gefangennahme f\u00fcrchtete. Sie durfte sich nicht provozieren lassen, musste Zeit gewinnen \u2026<br \/>\n\u201eDarf ich mein Gest\u00e4ndnis noch einmal in Ruhe durchlesen?\u201c, bat sie.<br \/>\n\u201eSind Sie endlich zur Vernunft gelangt und m\u00f6chten unterschreiben?\u201c, fragte der Beamte hoff-nungsvoll.<br \/>\n\u201eVielleicht.\u201c Karthal versuchte, die Bedeutung der Worte auf dem Datentr\u00e4ger zu erfassen. Das war nicht leicht, denn ihr Gehirn f\u00fchlte sich an wie Brei. Sie las ihr Gest\u00e4ndnis wieder und wieder: Ich, Glinn Belora Karthal &#8230; unter mysteri\u00f6sen Umst\u00e4nden im Einsatz verschollen \u2026 Kolla-boration mit der Sternenflotte zum eigenen Vorteil \u2026 hochgradig kontaminiert mit Idealen der F\u00f6deration \u2026 milit\u00e4rische Geheimnisse an den Feind weitergegeben \u2026 freiwilliges Einverst\u00e4nd-nis bei einer vulkanischen Geistesverschmelzung \u2026 dadurch h\u00f6chstes Sicherheitsrisiko \u2026 Flucht vor der eigenen Verantwortung \u2026 Desertation unter dem Vorwand \u2026 trotz Kenntnis der interplanetaren Sicherheitslage und des cardassianisch-klingonischen Krieges \u2026 geeignet, einer klingonisch-f\u00f6derierten Invasion Vorschub zu leisten \u2026 Ich bereue &#8230; erkl\u00e4re meine Taten f\u00fcr einen Ausdruck irrationaler &#8230;<br \/>\n\u201eNein!\u201c, rief sie bestimmt. Sie sp\u00fcrte, wie alles, was von ihren Energiereserven \u00fcbrig geblieben war, ihrem K\u00f6rper und Geist einen Sto\u00df versetzte. Die \u201eVerbrechen\u201c, die ihr zur Last gelegt wur-den, h\u00e4tten selbst zu Zeiten des Detapa-Rates f\u00fcr die Todesstrafe gen\u00fcgt.<br \/>\nFalls Cardassias Rechtssystem noch genauso funktionierte, wie fr\u00fcher, stand die Strafe l\u00e4ngst fest. Nur sie, Belora Karthal, w\u00fcrde das Urteil erst am Ende ihres Gerichtsprozesses erfahren.<br \/>\nAlles, was sie in den letzten Wochen durchgemacht hatte, ihre Flucht aus dem Sternenflotten-hauptquartier, ihr Kampf gegen diese messerschwingenden Klingonen \u2026 daf\u00fcr, dass sie sich am Ende aufh\u00e4ngen lie\u00df? Nicht, wenn sie es verhindern konnte!<br \/>\n\u201eDas &#8230; das da unterschreibe ich nicht!\u201c, rief sie aufgebracht. \u201eIch bin nicht desertiert und ich habe keine milit\u00e4rischen Geheimnisse verraten! Das unterschreibe ich nicht!\u201c<br \/>\n\u201eDann haben wir ein Problem\u201c, sagte der Offizier kalt.<\/p>\n<p><strong>Kapitel 5: L\u00f6sungswege<\/strong><\/p>\n<p>Das Fenster war ausnahmsweise echt. Die Beratungslounge geh\u00f6rte zu den wenigen R\u00e4umen auf der DEFENDER, wo anstelle eines Sichtschirms eine doppelte Scheibe aus transparentem Aluminium den Blick nach drau\u00dfen erm\u00f6glichte. Orangerotes Licht flutete hinein, \u00fcberzog den bogenf\u00f6rmigen, metallenen Konferenztisch mit einem fast sakralen Schimmer.<br \/>\nSicher war es Einbildung, doch T\u2019Liza sp\u00fcrte sofort, dass jenes Sonnenlicht real war, dass es nicht aus dem Computer kam. Obwohl durch die Scheibe gefiltert, f\u00fchlte es sich an wie das Licht ihrer Heimatsonne. Der Tisch sah aus, als w\u00fcrde er gl\u00fchen.<br \/>\nZugleich fasziniert und verst\u00f6rt traten der Trill und die Vulkanierin n\u00e4her an die Fensterscheibe. Sie sahen orangerote und gelbe Plasmaflammen auf der Sonnenoberfl\u00e4che tanzen. Die Far-ben der H\u00f6lle \u2013 und das Panorama war mehr als passend. Tr\u00fcmmer eines zerst\u00f6rten Schiffes trieben an der schwer l\u00e4dierten MEK\u2019SHOR vorbei, das Mutterschiff holte die letzten J\u00e4ger heim.<br \/>\nUnd da waren nicht nur Tr\u00fcmmer \u2026 Eine goldene Kugel, etwa halb so gro\u00df wie ein Runabout, schob sich vor die Panora-Sonne, fra\u00df allm\u00e4hlich das Licht, bis man nur noch die Korona gl\u00fchen sah. Jerad und T\u2019Liza fr\u00f6stelten.<br \/>\nDer Spuk war innerhalb weniger Minuten vorbei, doch das mulmige Gef\u00fchl blieb.<br \/>\nDie beiden Offiziere wussten genau, was die \u201eSonnenfinsternis\u201c eben verursacht hatte: Eine Subraummine der Cardassianer.<br \/>\n\u201eIst schon ein Unterschied, ob man die Dinger mit eigenen Augen sieht oder nur durch eine Sensoraufzeichnung\u201c, meinte der Trill.<br \/>\n\u201eJa, so erschienen sie ungleich realer\u201c, erg\u00e4nzte die Vulkanierin.<br \/>\n\u201eF\u00fcr mich sind sie die ganze Zeit schon real \u2013 glauben Sie mir!\u201c, erwiderte Jerad bitter und setzte sich ans Kopfende des Tisches \u2013 der Platz, der normalerweise Lairis reserviert war.<br \/>\nT\u2019Liza nahm zu seiner Linken Platz und Prescott, der gerade eingetroffen war, zu seiner Rech-ten. Die restlichen Offiziere fanden sich nach wenigen Minuten ein.<br \/>\nWilbury sa\u00df am anderen Ende \u2013 gegen\u00fcber dem Ersten Offizier \u2013 und sortierte mit konzent-riertem Blick seine Unterlagen.<br \/>\n\u201eAlso, ich muss wohl niemandem erkl\u00e4ren, warum wir uns hier zusammengefunden haben. Ein Blick nach drau\u00dfen gen\u00fcgt.\u201c, er\u00f6ffnete Jerad die Besprechung und wies Richtung Fenster. \u201eIch m\u00f6chte keine Zeit verlieren \u2013 Wilbury, schie\u00dfen Sie los.\u201c<br \/>\nKnapp und pr\u00e4zise erkl\u00e4rte der junge Offizier seine Idee der umprogrammierten Transphasen-Torpedos. Er blinkte in skeptische Gesichter und beendete seinen Vortrag mit einem ungelenken \u201eDas k\u00f6nnte funktionieren, denke ich\u201c. Dabei bevorzugte er es, sein Datenpadd anzustarren an-statt Jerad in die Augen zu sehen.<br \/>\nLieutenant van de Kamp atmete ger\u00e4uschvoll ein und aus. \u201eIllegale Tarnvorrichtungen, v\u00f6lker-rechtwidrige Waffen \u2026 z\u00fcchten wir als N\u00e4chstes Mutanten auf der Krankenstation?\u201c<br \/>\n\u201eNur \u00fcber meine Leiche\u201c, knurrte Dr. Tygins.<br \/>\nPrescott r\u00e4usperte sich. \u201eNat\u00fcrlich ist es fragw\u00fcrdig und illegal, solche Waffen zu entwickeln. Aber wenn wir sie schon mal haben, k\u00f6nnen wir sie doch f\u00fcr einen guten Zweck einsetzen \u2013 und danach meinetwegen die Baupl\u00e4ne l\u00f6schen.\u201c<br \/>\n\u201eAls bekennender Pragmatiker sehe ich durchaus, dass die Idee was f\u00fcr sich hat\u201c, lenkte van de Kamp ein. \u201eAllerdings d\u00fcrfte die technische Umsetzung schwierig werden.\u201c<br \/>\n\u201eAber doch nicht f\u00fcr dich!\u201c Prescott l\u00e4chelte ihn entwaffnend an. \u201eDu bist doch so etwas wie der blonde Scotty des vierundzwanzigsten Jahrhunderts.\u201c<br \/>\n\u201eDiesem Ruf gerecht zu werden, wird langsam schwer\u201c, flachste Marc.<br \/>\n\u201eLieutenant van de Kamp, Sie haben meine Erlaubnis, die Transphasen-Torpedos so zu modi-fizieren, dass sie aus der Phasenverschiebung in den Subraum geschossen werden k\u00f6nnen\u201c, entschied Jerad unumwunden.<br \/>\nWilbury, Tharev und Prescott schienen \u00fcberrascht, dass der Commander dem Plan so schnell zugestimmt hatte. Dr. Tygins\u2018 Miene verfinsterte sich.<br \/>\n\u201eDoktor, ich sehe das ethische Dilemma, wenn wir eine heimt\u00fcckische Waffe weiterentwickeln, damit sie noch heimt\u00fcckischer wird. Aber f\u00fcr die Reinheit unseres Gewissens Captain Lairis und die Crew der MEK\u2019SHOR zu opfern, geht mir erst recht gegen den Strich\u201c, erwiderte Commander Kayn auf seinen unausgesprochenen Einwand. Dann warf er einen Blick in die Runde. \u201eSonst noch Vorschl\u00e4ge?\u201c Einige der Anwesenden sch\u00fcttelten den Kopf, die meisten schwiegen einfach. Damit war die Besprechung beendet.<br \/>\n\u201eLieutenant van de Kamp, Lieutenant Varla \u2013 legen Sie los\u201c, befahl Jerad seinen beiden leiten-den Ingenieuren.<\/p>\n<p class=\"left\">\u00a9 2011 by Adriana Wipperling<\/p>\n<p class=\"left\"><a href=\"http:\/\/st-defender.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/STD_episode06.pdf\" target=\"_blank\">Komplette Episode als PDF-Download<\/a><\/p>\n<div style=\"padding: 10px 0 \"  class=\"interactive_bottom\"><div class='button_holder_left'><iframe allowtransparency=\"true\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" src=\"http:\/\/platform.twitter.com\/widgets\/tweet_button.html?url=http%3A%2F%2Fst-defender.de%2F%3Fp%3D591&amp;text=Episode 06: Konsequenzen&amp;count=horizontal&amp;lang=de_DE  \" style=\"width:65px; height:21px;\"><\/iframe><\/div><div class='button_holder_left'><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=http%3A%2F%2Fst-defender.de%2F%3Fp%3D591&amp;layout=box_count&amp;show_faces=false&amp;width=65&amp;action=like&amp;font=arial&amp;colorscheme=light&amp;height=65\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:65px; height:65px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Die Situation erscheint aussichtslos, als Commander Jerad Kayn auf die cardassianischen Subraumminen starrt, die die USS DEFENDER umkreisen. 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