{"id":118,"date":"2007-02-14T17:34:07","date_gmt":"2007-02-14T16:34:07","guid":{"rendered":"http:\/\/st-defender.de\/blog\/defender\/?p=118"},"modified":"2007-02-14T17:34:07","modified_gmt":"2007-02-14T16:34:07","slug":"uber-morgendliches-schreiben-bis-zu-eigenen-gesetzen-von-kreativitat","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/st-defender.de\/?p=118","title":{"rendered":"\u00dcber morgendliches Schreiben bis zu eigenen Gesetzen von Kreativit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p><strong>ein Interview mit Anneliese &#038; Adriana Wipperling<\/strong><\/p>\n<p><em>Adriana und Anneliese Wipperling haben sich in der Star-Trek-Szene mit ihren hervorragend geschriebenen Romanen, Storys und Essays einen Namen gemacht. Beide Autorinnen k\u00f6nnen nicht nur \u00fcber Charaktere im Star Trek Universum schreiben, sondern sie tauchen in dieses ein und bringen es zum damit zu einem eigenst\u00e4ndigen Leben. Ihre FanFiction und Texte erschienen im Star Trek Forum &#038; auf ihrer Webseite &#8222;Sandozean&#8220;. Wer denkt, das sei alles, ist \u00fcberrascht, wie vielf\u00e4ltig die Arbeit der beiden Autorinnen ist: Lyrik, Prosa, Essays &#8230; ihr Schaffen kennt keine Grenzen und so haben wir haben storyline-net.de bei den Autorinnen einmal nachgefragt:<\/em> <!--more--><\/p>\n<p>Hallo Adriana und Anneliese, wir freuen uns, dass Ihr einem Interview f\u00fcr unser Magazin zugestimmt habt.<\/p>\n<p>Anneliese: Hallo Gabi! Wir sind richtig stolz darauf, dass Ihr uns interviewen wollt<\/p>\n<p>Adriana: Man k\u00f6nnte fast sagen: \u00fcberw\u00e4ltigt. So was ist uns bisher noch nicht passiert!<\/p>\n<p>Wie hat das bei Euch angefangen? Habt Ihr Euch eines Morgens gesagt: &#8222;Wir schreiben jetzt eine Story zusammen?&#8220;<\/p>\n<p>Adriana: Es stimmt, die besten Ideen kommen uns morgens beim Fr\u00fchst\u00fcck (l\u00e4chelt). Aber wir haben nur einen kurzen Artikel zusammen geschrieben, eine Glosse mit dem Titel &#8222;Aus tiefstem Inneren&#8220;. Es begann mit der ber\u00fchmten Frage: &#8222;Warum hat noch nie jemand auf einem Schiff der Sternenflotte ein Klosett gesehen?&#8220; Und dann sind die Ideen nur so aus uns herausgesprudelt, eine verr\u00fcckter als die andere &#8211; bis hin zur absoluten Sinnlosigkeit (lacht). Das war toll! Wir diskutierten eine Weile, wie wir die Sache am besten aufziehen, schlie\u00dflich hab ich es in die schriftliche Form gebracht. Aber eine Story zusammen schreiben? Das hat bis jetzt noch nicht geklappt. Unsere Vorstellungen gehen doch ganz sch\u00f6n auseinander, unser Stil ist sehr verschieden &#8230;<\/p>\n<p>Anneliese: Wir sind eben beide eher &#8222;Einzelk\u00e4mpfer&#8220; und legen sehr viel Wert auf die Eigenst\u00e4ndigkeit und Unversehrtheit unserer Welten. Wir haben uns schon vor dem &#8222;Erstkontakt&#8220; mit dem Star Trek Forum an verschiedenen Genres versucht. Adriana an Gegenwartsgeschichten und einem eigenen SF-Universum &#8230; ich habe haupts\u00e4chlich Lyrik geschrieben.<\/p>\n<p>Irgendwann hattet Ihr eine Geschichte geschrieben und dann nat\u00fcrlich auch den Wunsch, diese zu ver\u00f6ffentlichen. Wie seid Ihr dabei vorgegangen? Hattet Ihr \u00c4ngste oder seid Ihr mit &#8222;Warp 10&#8220; zum Star Trek Forum gesteuert?<\/p>\n<p>Anneliese: Da wir im eigentlichen Sinne kein Schreibteam sind, antworte ich diesmal nur f\u00fcr mich selbst. Ich bin in der DDR gro\u00df geworden und habe dort in verschiedenen Zirkeln schreibender Arbeiter mitgewirkt. Damals musste man sich unterwerfen, um gef\u00f6rdert zu werden &#8230; das hei\u00dft, sozialistische Propaganda absondern. Da meine Lyrik immer sehr privat war, geh\u00f6rte ich nie zu den H\u00e4tschelkindern des Systems. Ich will damit nicht sagen, dass ich besonders mutig oder gar eine Dissidentin war, aber ich kann nur \u00fcber Sachen schreiben, die mich wirklich sehr bewegen &#8230; also keine &#8222;Schmelze der Freundschaft&#8220; und auch kein &#8222;Portrait eines Aktivisten&#8220;. Hinzu kommt, dass ich fest daran glaube, dass Kunst wahrhaftig sein muss, um dem Leser etwas zu geben. Ich habe fr\u00fcher so gut wie nichts ver\u00f6ffentlichen k\u00f6nnen &#8230; nur ein paar Gedichte in Zirkelanthologien und Betriebszeitungen &#8230; zwei Gedichte in einem Sammelband des gewerkschaftseigenen Trib\u00fcne Verlags &#8230; Letzteres nat\u00fcrlich ohne Honorar. Nach der Wende habe ich erstmal weiter Gedichte f\u00fcr die Schublade produziert, um mein inneres Chaos abzuarbeiten. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, das irgendwo anzubieten. Und dann standen wir w\u00e4hrend der Nexus-Convention 1999 pl\u00f6tzlich vor dem Stand des Star Trek Forums &#8230; haben gestaunt, gebl\u00e4ttert und gelesen. Wir kamen sehr schnell zu dem Schluss, dass wir uns dort einbringen k\u00f6nnten &#8230; und die Konditionen sind ja wirklich gut: Nur der Klubbeitrag und Uschi Stockmann (die gute Seele!) k\u00fcmmert sich um alles andere. Wer kann dazu schon nein sagen, vor allem, wenn er sich einen Zuzahl-Verlag nie und nimmer leisten k\u00f6nnte?<\/p>\n<p>Adriana: Eigentlich ist das Star Trek Forum auf uns zugegangen &#8211; jedenfalls hatten wir nach k\u00fcrzester Zeit einen ganzen Stapel Fanzines und Infomaterial im Arm und wurden gefragt, ob wir mitmachen m\u00f6chten. \u00c4ngste hatte ich keine, ich war begeistert, dass es diese Chance f\u00fcr kreative Fans gibt! Mir spukte n\u00e4mlich schon seit l\u00e4ngerer Zeit das Konzept f\u00fcr eine neue Star-Trek-Reihe im Kopf herum: &#8222;Star Trek Defender&#8220;, eine Art Dominionkriegs-Drama-Politthriller-Mischung mit mehr oder weniger schwarzem Humor. Und mit eigenen Charakteren. Ich f\u00fchle mich leider etwas eingeengt, wenn ich \u00fcber Figuren schreibe, die ein anderer erfunden hat. Es gibt nur wenige Star-Trek-Helden, die mir wirklich leicht von der Hand gehen.<\/p>\n<p>Es ist kein Geheimnis, dass ihr ein &#8222;Mutter-Tochter-Autorenteam&#8220; seid. Geht das bei Euch reibungslos ab oder bringt Anneliese ihre m\u00fctterliche Autorit\u00e4t beim Schreiben mit ein?<\/p>\n<p>Adriana: Au, heikle Frage &#8230; Nun, es kommt darauf an, was Du unter &#8222;m\u00fctterlicher Autorit\u00e4t&#8220; verstehst, Gabi. Ich habe sehr viel von Anneliese gelernt, was das Schreibhandwerk angeht, irgendwie profitiere ich heute noch von ihren Zirkel-Erfahrungen und vor allem von ihrem enormen Wissen \u00fcber Literatur! Meinen ersten Roman hab ich mit 15 geschrieben, den zweiten mit 19. Beide brauchten mindestens 3 Jahre, um fertig zu werden, und heute lese ich sie gar nicht mehr, weil sie mir nur noch peinlich sind. Sicher w\u00e4ren sie besser geworden, wenn Anneliese sich damals eingemischt h\u00e4tte &#8230; aber da bin ich eigen und schreibe lieber ehrlichen Herzens Mist. Anneliese respektiert das. Wenn sie ein Mentor f\u00fcr mich war, dann auf keinen Fall einer von der autorit\u00e4ren Art.<\/p>\n<p>Anneliese: Wei\u00dft Du, Gabi, ich bin nicht so verr\u00fcckt, den Familienfrieden zu gef\u00e4hrden, indem ich versuche, meiner erwachsenen Tochter Vorschriften zu machen. Sie hat ihren eigenen sturen Kopf und den hatte ich in ihrem Alter auch. Zum Gl\u00fcck m\u00fcssen wir uns gar nicht zusammenraufen, weil jeder seine eigenen Projekte hat. Wir schmei\u00dfen h\u00f6chstens mal ein paar Geschichten in einen gemeinsamen Band. Allerdings borgen wir uns manchmal Charaktere aus &#8230; und dann passt die &#8222;Mutter&#8220; desselben nat\u00fcrlich h\u00f6llisch auf, dass ihr Baby nicht besch\u00e4digt wird &#8230;<\/p>\n<p>Anneliese hat einmal ein wundersch\u00f6nes Essay von &#8222;Schreibblockaden und H\u00f6henfl\u00fcgen&#8220; geschrieben, welches auf Eurer Webseite zu finden ist. Dort hei\u00dft es auch: &#8222;Ein kreatives Leben hat seine eigenen Gesetze und Fallstricke, Freuden und Leiden, H\u00f6henfl\u00fcge und Niederungen.&#8220; Was sind Eure ganz eigenen Gesetze im kreativen Schaffen?<\/p>\n<p>Anneliese: Auch hier gehen wir etwas unterschiedliche Wege. Ich bin eher eine Romantikerin, die an die Magie des Schreibens glaubt und wie im Rausch arbeitet. Ich erwecke meine Charaktere durch eine Art Meditation und Tr\u00e4ume zum Leben. Irgendwann beginnen sie, von selbst zu agieren und ich notiere als vergleichsweise bescheidene Chronistin, was sie mir zeigen und erz\u00e4hlen. Dabei muss ich den Erz\u00e4hlfaden immer straff gespannt halten, sonst wird aus der Geschichte nichts. Merkw\u00fcrdigerweise fange ich auch einen 200-Seitenroman an, ohne vorher im Einzelnen zu wissen, wer alles dabei sein wird und wie er ausgeht.<\/p>\n<p>Adriana: Geschichten, die ich so geschrieben habe, sind leider nie fertig geworden. Wenigstens konnte ich sp\u00e4ter ein paar Szenen wiederverwenden, also war es nicht ganz f\u00fcr den Papierkorb.<\/p>\n<p>Anneliese: Szenen wiederverwenden &#8230; das funktioniert bei meiner Arbeitsweise \u00fcberhaupt nicht!<\/p>\n<p>Adriana: Ich brauche halt ein gewisses Ma\u00df an Planung, obwohl ich im &#8222;normalen Leben&#8220; eher spontan bin. Ich muss, wenn ich eine Story anfange, zumindest eine Vorstellung haben, wie sie endet und was ich damit aussagen will. Okay, auf dem Weg dahin passiert viel Unerwartetes, gibt es immer wieder Wendungen, die mich selbst \u00fcberraschen&#8230; In dieser Phase geht es mir auch nicht besser als meiner Mutter und ich bin ziemlich machtlos gegen das, was meine lieben Charaktere so anstellen. Besonders, wenn Neue hinzukommen und alles durcheinander bringen &#8230; Das endet manchmal damit, dass ich meinen urspr\u00fcnglichen Plan \u00fcber den Haufen schmei\u00dfen muss &#8211; aber dann brauche ich ganz schnell einen Neuen!<\/p>\n<p>Anneliese: Bei mir kommt es h\u00e4ufig vor, dass sich neue Charaktere mit Macht in die Geschichte dr\u00e4ngeln und alles ver\u00e4ndern. Manchmal finde ich das selbst ziemlich verr\u00fcckt &#8230; aber es scheint zu funktionieren. Zumindest hat sich noch niemand \u00fcber lose Handlungsf\u00e4den beschwert.<\/p>\n<p>Anneliese schreibt auch in ihrem Essay vom tr\u00fcgerischen Gl\u00fcck des Schreibens. Ein wichtiger Schritt in der Arbeit eines Autors ist es &#8211; das ist auch kein Geheimnis &#8211; zu sehen, wo der eigene &#8222;Mist&#8220; geschrieben steht. Ist es leichter zu zweit, so etwas zu erkennen?<\/p>\n<p>Anneliese: Adriana kritisiert mich selten &#8230; und dann hat sie oft hundertprozentig recht und ich \u00e4rgere mich scheckig, dass ich den Lunker oder die Ungereimtheit nicht selbst entdeckt habe.<\/p>\n<p>Adriana: Das ist umgekehrt genauso. Meine sch\u00e4rfste Kritikerin bin ich selbst, dann kommt eine Weile nichts und dann folgt Anneliese.<\/p>\n<p>Anneliese: Meine sch\u00e4rfsten Kritiker sind meine unsichtbaren Freunde, die Charaktere der jeweiligen Geschichte. Ihre Reaktion reicht vom leisen Protestknurren bis zur Totalverweigerung, wenn ihnen etwas nicht passt. Es ist mir v\u00f6llig unm\u00f6glich, mit bockenden Figuren weiter zu schreiben. Mir bleibt dann nichts weiter \u00fcbrig, als die Sache noch einmal zu \u00fcberschlafen und ihnen genauer zuzuh\u00f6ren. Wenn ich allerdings das Gef\u00fchl habe, v\u00f6llig im Einklang mit meinen Charakteren zu sein, bin ich kaum bereit, mehr als ein paar sprachliche \u00c4nderungen zu akzeptieren. Die Wahrhaftigkeit imagin\u00e4rer Welten ist f\u00fcr mich ein Wert an sich &#8230;<\/p>\n<p>Adriana: Oh ja &#8230; bockbeinige Figuren kenne ich auch! Das hatte ich zuletzt bei meiner Story &#8222;Eine f\u00fcr Alle&#8220;, die auch bei storyline-net ver\u00f6ffentlicht ist. Eigentlich war ich mit der Erstfassung ganz zufrieden, meine Mutter war begeistert, meine zwei oder drei Testleser hatten auch nichts zu meckern. Also hab ich sie an den &#8222;Starbase&#8220; (unser halbj\u00e4hrliches Klubmagazin) geschickt. Eines Nachts, zwei Wochen sp\u00e4ter, hat mich meine Hauptheldin Captain Lairis aufgesucht und mich mit ihrem Protestgegrummel regelrecht um den Schlaf gebracht. Madam fand sich in &#8222;Eine f\u00fcr Alle&#8220; zu weinerlich und verweigerte mir jede Kooperation f\u00fcr weitere &#8222;Defender&#8220;-B\u00e4nde &#8230; Am n\u00e4chsten Morgen gefiel mir die Geschichte selbst nicht mehr, ich hab sie umgeschrieben und nochmal an den &#8222;Starbase&#8220; geschickt. Das war eine ziemliche Zitterpartie, weil ich nicht wusste, ob das Heft schon im Druck ist &#8230; aber ich hatte Gl\u00fcck. Also, gro\u00dfer Appell an meine Figuren: Wenn ihr in den Streik treten wollt, \u00fcberlegt es euch beim n\u00e4chsten Mal ein bisschen fr\u00fcher!<\/p>\n<p>Auf Eurer Webseite &#8222;Sandozean&#8220; erf\u00e4hrt der Leser, dass Ihr auch anderes schreibt wie Lyrik, Essays oder auch Artikel. Was glaubt Ihr, kommt nach der FanFiction oder wollt Ihr in diesem Genre bleiben?<\/p>\n<p>Anneliese: Hmm. Bevor ich den Leuten vom Star Trek Forum begegnet bin, wusste ich gar nicht, dass es FanFiction gibt &#8230; und dann dauerte es noch \u00fcber zwei Jahre, bis mir klar wurde, was f\u00fcr ein merkw\u00fcrdiges Genre das ist. Schon die ganzen Schachteln und Sch\u00e4chtelchen: Adventure, Mary-Sue, K\/S &#8230; und wei\u00df der Geier, was sonst noch alles! Und dann gibt es noch -zig verschiedene Definitionen f\u00fcr jede Rubrik! Die Geschichten derjenigen, die sich diesen merkw\u00fcrdigen Strukturen kritiklos unterwerfen, \u00e4hneln sich oft so sehr, dass man nach anf\u00e4nglicher Faszination irgendwann aufh\u00f6rt, sie zu lesen. Ich habe, wie fr\u00fcher, wieder einmal nicht in die Schablonen gepasst &#8230; irgendwann wurde mir das zu bunt und ich habe meine unsichtbaren Freunde in ein anderes Universum transferiert &#8211; wie Du siehst, habe ich mich bereits abgenabelt. Das war zwar nicht gut f\u00fcr die Verkaufszahlen &#8230; aber nun bin ich frei. Zum Gl\u00fcck gibt es beim Star Trek Forum die Rubrik &#8222;other genre&#8220; f\u00fcr meine Heyla-Geschichten. Die Leser werden sich hoffentlich daran gew\u00f6hnen und wer wei\u00df, vielleicht &#8230; Paramount kann mir jedenfalls nicht mehr in die Suppe spucken.<\/p>\n<p>Adriana: Naja, ich will mich noch nicht ganz und gar von Star Trek losrei\u00dfen. Dazu h\u00e4nge ich zu sehr an meinen Charakteren und diesem Universum, das ich sehr mag. Aber ich m\u00f6chte auch irgendwann andere Sachen schreiben. In meiner Schublade liegt ein Science-Fiction Roman von 1999, den ich allerdings in der Form nicht auf die Menschheit loslassen kann. Trotzdem glaube ich, aus dem Universum, das ich damals angedacht habe, lie\u00dfe sich einiges machen. Ideen h\u00e4tte ich schon &#8230;<\/p>\n<p>Nehmen wir einmal an, storyline-net w\u00e4re mit einem Replikator der ganz besonderen Art ausgestattet. Statt einem Drei-G\u00e4nge-Men\u00fc h\u00e4tte jeder von Euch drei W\u00fcnsche frei. Was w\u00fcrdet Ihr Euch f\u00fcr die Zukunft w\u00fcnschen?<\/p>\n<p>Adriana: Erstens: einen vern\u00fcnftigen Arbeitsplatz. Aber das deckt es nicht ab &#8230; Eigentlich w\u00fcnsche ich mir ein Ende dieser sozialen Schieflage, ich w\u00fcnsche mir, dass es in Deutschland und der Welt irgendwann gerechter zugeht und dass ich es noch erleben darf. Zweitens: einen lieben, verst\u00e4ndnisvollen Mann, der mir verzeiht, wenn ich mal wieder rettungslos in irgendwelchen Fantasiewelten verschollen bin und nur noch Augen f\u00fcr meinen Computer habe. Und drittens nat\u00fcrlich: Leser, Leser, Leser &#8230; (schmunzel).<\/p>\n<p>Anneliese: Das ist eine schwierige Frage! Angesichts dessen, wie kompliziert das bei mir mit dem Schreiben ist, bin ich ein wenig skeptisch, was Verlage und Lektoren angeht. Da m\u00fcsste ich schon jemanden finden, der mich versteht und mir ein wenig Freiheit l\u00e4sst &#8230; sonst w\u00fcrde ich mir wahrscheinlich eine dicke Schreibblockade einhandeln. Deshalb gehe ich die Sache lieber bescheidener an: 1. w\u00fcnsche ich mir, lange genug gesund und geistig fit zu bleiben, um meine wichtigsten Projekte zu Ende f\u00fchren zu k\u00f6nnen. 2. w\u00fcnsche ich mir Leser, die gern mit mir auf die eine oder andere Reise gehen m\u00f6chten &#8230; und 3. hoffe ich, dass es den Leuten in Deutschland irgendwann wirtschaftlich besser geht und sie wieder mehr Geld f\u00fcr B\u00fccher \u00fcbrig haben.<\/p>\n<p>Wir danken Adriana und Anneliese, dass sie uns in diesem Interview unsere Fragen so offen beantwortet haben und w\u00fcnschen Ihnen f\u00fcr ihre weitere Arbeit alles Gute und auch viel Erfolg bei ihren weiteren Projekten!<\/p>\n<p><em>Das Interview f\u00fchrte Gabi via mail (Januar 2005)<\/em><\/p>\n<div style=\"padding: 10px 0 \"  class=\"interactive_bottom\"><div class='button_holder_left'><iframe allowtransparency=\"true\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" src=\"http:\/\/platform.twitter.com\/widgets\/tweet_button.html?url=http%3A%2F%2Fst-defender.de%2F%3Fp%3D118&amp;text=\u00dcber morgendliches Schreiben bis zu eigenen Gesetzen von Kreativit\u00e4t&amp;count=horizontal&amp;lang=de_DE  \" style=\"width:65px; height:21px;\"><\/iframe><\/div><div class='button_holder_left'><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=http%3A%2F%2Fst-defender.de%2F%3Fp%3D118&amp;layout=box_count&amp;show_faces=false&amp;width=65&amp;action=like&amp;font=arial&amp;colorscheme=light&amp;height=65\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:65px; height:65px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ein Interview mit Anneliese &#038; Adriana Wipperling Adriana und Anneliese Wipperling haben sich in der Star-Trek-Szene mit ihren hervorragend geschriebenen Romanen, Storys und Essays einen Namen gemacht. 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